Wort zum Sonntag

„Schenk uns Gedanken über die Schranken hinweg, die das Leben uns baut …“ – so heißt es in einem Lied von Kathi Stimmer-Salzeder.

Wie beschränkt und eng umgrenzt das Leben sein kann, erfahren wir in unseren von Corona geprägten Tagen immer wieder. Und doch ist es gerade in diesen Zeiten wichtig, das Leben aktiv zu gestalten und die nötigen Dinge zuversichtlich und hoffnungsvoll anzupacken. Dabei spielen unsere Gedanken eine entscheidende Rolle. Zuversicht und Hoffnung sind Denkhaltungen, die uns befähigen, selbst in widrigen Umständen wichtige Widerstandskräfte hervorzubringen. Diese Denkhaltungen helfen uns, Ziele zu setzen und zu erreichen. Doch wie gelange ich zu einer hoffnungsvollen und zuversichtlichen Denkhaltung?

Hilfreich sind soziale Beziehungen und schöne Begegnungen, in denen ich mich mit anderen verbunden fühle. So kann selbst in Online-Lerngruppen (oder auch Online-Chorproben) die Freude meines Bildschirm-Gegenübers anstecken, meine Gedanken beflügeln und Hoffnung bestärken. Und bereits die bloße Vorfreude auf echte Begegnungen in Präsenz setzt unsere Gedanken in Bewegung und lässt sie über die Schranken dieser Tage hinwegspazieren. Ebenso kann der Glaube helfen, Zuversicht zu gewinnen und Hoffnung hervorzubringen. Viele Menschen wissen sich gerade in diesen Tagen bei Gott geborgen und bitten ihn: „Schenk uns Gedanken über die Schranken hinweg, die das Leben uns baut …“.