Wort zum Sonntag

„Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.“

Mit diesen Worten aus Psalm 98 wird unsere neue Woche überschrieben. Welche Lieder kommen mir gerade über die Lippen? Sind es Loblieder? Oder ist mir momentan eher nach dissonanten Klängen und Klageliedern zumute? Musik bietet die Möglichkeit, meine Gefühle und mein Inneres auszudrücken. Wenn ich fröhlich bin, sind es meine Lieder auch und wenn ich traurig bin, mache ich Musik in Moll.

Auf der anderen Seite hat Musik das Potential, auf meine Stimmung zu einzuwirken und in traurigen Momenten eine Atmosphäre der Zuversicht zu schaffen und neuen Mut hervorzubringen. In einer biblischen Geschichte begegnet uns diese Dimension der Musik. So soll der junge David mit seinen Harfenklängen den depressiv verstimmten Saul aufheitern. In unseren Tagen könnte Musik zur heilsamen Medizin werden, wenn uns Corona und entsprechende Gegenmaßnahmen allzu sehr zusetzen. Ein Beispiel dafür, wie sehr Musik uns zu prägen vermag, möchte ich mit dem Hinweis auf einen meiner ehemaligen Professoren geben: https://www.youtube.com/watch?v=szgXgMS4r08 (viel Freude beim Hören).

Die Worte des eingangs erwähnten Psalms möchten unsere Aufmerksamkeit auf Gottes wunderbares – und manchmal auch wunderartiges – Wirken lenken, das der Psalmbeter in seinem Leben immer wieder als heilsam und hilfreich erfährt. Für ihn ist das der Grund und das Fundament, weswegen wir neue Lieder – und damit meint er Loblieder – anstimmen können und sollen (…). Mehr dazu am Sonntagabend in unserem Präsenz-Gottesdienst